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geschickten und genauen Associé sehr richtig besorgt. Der Alte hatte
das Geld, das ihm der Sohn entwendete, nicht eben gemerkt, außer daß
unglücklicherweise darunter ein Paket einer in diesen Gegenden
ungewöhnlichen Münzsorte gewesen war, die er einem Fremden im Spiel
abgewonnen hatte. Diese vermißte er, und der Umstand schien ihm
bedenklich. Allein was ihn äußerst beunruhigte, war, daß ihm einige
Rollen, jede mit hundert Dukaten, fehlten, die er vor einiger Zeit
verborgt, aber gewiß wiedererhalten hatte. Er wußte, daß der
Schreibtisch sonst durch einen Stoß aufgegangen war, er sah als gewiß
an, daß er beraubt sei, und geriet darüber in die äußerste Heftigkeit.
Sein Argwohn schweifte auf allen Seiten herum. Unter den
fürchterlichsten Drohungen und Verwünschungen erzählte er den Vorfall
seiner Frau; er wollte das Haus um und um kehren, alle Bedienten,
Mägde und Kinder verhören lassen, niemand blieb von seinem Argwohn
frei. Die gute Frau tat ihr möglichstes, ihren Gatten zu beruhigen;
sie stellte ihm vor, in welche Verlegenheit und Diskredit diese
Geschichte ihn und sein Haus bringen könnte, wenn sie ruchbar würde,
daß niemand an dem Unglück, das uns betreffe, Anteil nehme als nur, um
uns durch sein Mitleiden zu demütigen, daß bei einer solchen
Gelegenheit weder er noch sie verschont werden würden, daß man noch
wunderlichere Anmerkungen machen könnte, wenn nichts herauskäme, daß
man vielleicht den Täter entdecken und, ohne ihn auf zeitlebens
unglücklich zu machen, das Geld wiedererhalten könne. Durch diese und
andere Vorstellungen bewog sie ihn endlich, ruhig zu bleiben und durch
stille Nachforschung der Sache näher zu kommen.
Und leider war die Entdeckung schon nahe genug. Ottiliens Tante war
von dem wechselseitigen Versprechen der jungen Leute unterrichtet.
Sie wußte von den Geschenken, die ihre Nichte angenommen hatte. Das
ganze Verhältnis war ihr nicht angenehm, und sie hatte nur geschwiegen,
weil ihre Nichte abwesend war. Eine sichere Verbindung mit Ferdinand
schien ihr vorteilhaft, ein ungewisses Abenteuer war ihr unerträglich.
Da sie also vernahm, daß der junge Mensch bald zurückkommen sollte,
da sie auch ihre Nichte täglich wieder erwartete, eilte sie, von dem,
was geschehen war, den Eltern Nachricht zu geben und ihre Meinung
darüber zu hören, zu fragen, ob eine baldige Versorgung für Ferdinand
zu hoffen sei und ob man in eine Heirat mit ihrer Nichte willige.
Die Mutter verwunderte sich nicht wenig, als sie von diesen
Verhältnissen hörte. Sie erschrak, als sie vernahm, welche Geschenke
Ferdinand an Ottilien gegeben hatte. Sie verbarg ihr Erstaunen, bat
die Tante, ihr einige Zeit zu lassen, um gelegentlich mit ihrem Manne
über die Sache zu sprechen, versicherte, daß sie Ottilien für eine
vorteilhafte Partie halte und daß es nicht unmöglich sei, ihren Sohn
nächstens auf eine schickliche Weise auszustatten.
Als die Tante sich entfernt hatte, hielt sie es nicht für rätlich,
ihrem Manne die Entdeckung zu vertrauen. Ihr lag nur daran, das
unglückliche Geheimnis aufzuklären, ob Ferdinand, wie sie fürchtete,
die Geschenke von dem entwendeten Geld gemacht habe. Sie eilte zu dem
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